Computersucht, Komasaufen, Schulmüdigkeit -selten gibt es positive Schlagzeilen über Jugendliche.

Und das, obwohl die Mehrheit selbstbewusst, verantwortungsvoll und mit viel Eigeninitiative in die Welt startet.

Ich möchte Verständnis für die Jugendlichen und ihre schwierige Entwicklungsaufgaben wecken und den Blicke dafür schärfen, dass sie es sind, in deren Händen die Zukunft liegt.

Ich war vor Jahren an einem Vortrag von Remo Largo in unserer Waldorfschule in Kreuzlingen, wo wir noch am Bodensee wohnten. Ich fand meine Notizen jetzt neu nach dem Umzug und wollte ihn auf jeden Fall mit Dir teilen, weil wenn du da bist und mich liest, dann weiss ich ganz sicher, dass es Dir als Mutter oder Vater das Wohl deiner Kinder am Herzen liegt.

Die folgenden Zeilen entstanden mit Hilfe meiner eigenen Notizen während des Vortrages.

Wer ist Remo Largo?

Kurz zu Remo Largo: Kinderarzt und Entwicklungsspezialist, leitete 30 Jahre die Abteilung „ Wachstum und Entwicklung“ am Kinderspital Zürich.

Seine Bücher haben unzähligen Eltern geholfen, aus der Sicht der Kinder auf die Welt zu blicken und damit ihre Kinder besser zu verstehen.

Er ist Vater von 3 erwachsenen Töchtern und Grossvater vieler Enkelkinder.

Wir als Eltern sind zu beschäftigt und merken es nicht, dass am meisten die Jugendlichen verunsichert sind. Ohne eigene Erfahrung (mit Jugendlichen) kann man nicht nachvollziehen, wie diese Zeit ist. Es ist eine vielfältige Entwicklung der Pubertierenden.

Ein grosses Problem sieht er, indem „ die inneren Schutzräume der Kinder abhanden gekommen sind“ .

Seiner Meinung nach braucht nicht jede Situation ein Ratschlag, aber es gibt 3 Problemkreise, wo sich die Jugendliche ihre Probleme haben können:

  1. Geborgenheit
  2. Soziale Integration
  3. Selbstständigkeit und Unabhängigkeit (kompetent werden in der Gesellschaft)

Es gibt Jugendliche, die nur in einem Bereich ihre Schwierigkeiten haben, einige in allen drei oder auch gar nicht.

1.Problemkreis: Geborgenheit

Was hat dieser Filmausschnitt mit der Geborgenheit der Jugend zu tun?

 

Remo Largo erklärt es so:“ In dieser Zeit ist sehr wichtig für die Jugendlichen, alles mit den anderen mitmachen zu können. „Um für den anderen Alles zu sein und alles zu machen, überstehen sie eigene Ängste und ignorieren die Warnung der Familie.

 

Die Eltern (und Grosseltern)vergessen das, was sie selber in der eigener Jugendzeit erlebt haben.“ Sie können es nicht mehr nachvollziehen, wie es war!

 

Ich persönlich finde es wichtig, selber einen Blick in die eigene Vergangenheit zu werfen und sich zu erinnern: was habe ich gemacht, wie habe ich gesprochen, wie war ich so drauf, mit wem habe ich meine Zeit verbracht, was für Unsinn, Witziges, Spassiges, Geheimnissvolles oder etwas Verbotenes man selber in der eigenen Jugendzeit erlebt hat.

 

Herr Largo meint, das Bindungsverhalten einen handfesten ideologischen Hintergrund hat = das Überleben wird so sichergestellt. Es bindet an diejenige Personen, die ums Kind sorgen.

 

Im 1. und 2. Lebensjahr fängt es rasant an und nimmt mit dem Alter zu. Es gibt Kinder, die sich extrem binden und dann auch unter Trennungsangst leiden und andere wiederum nur wenig.

 

In der Pubertät passiert nämlich, dass das Bindungsverhalten abbricht, damit der junge Erwachsene von den Eltern weggehen kann. (es ist bei allen Säugetieren so)- die Eltern erleiden Liebesverlust und Kontrollverlust.

 

Biologisch gesehen bricht die Bindung nicht ab, sondern orientiert sich um (an potenziellen Partner). Zuerst ist man gebunden an die Eltern, dann an einen Partner.

 

Laut Remo Largo haben die Jugendliche sehr hohe Ansprüche an den anderen, dadurch treten auch grosse Enttäuschungen auf. I

 

n der Pubertät  geben sie wenig oder keine Auskunft, die Aggressivität (in Wort und Tat) nimmt zu- da wissen öfters die Eltern nicht, was passiert.

 

Die Erwartung an den potenziellen Partner ist gross  und der Alptraum der Jugendlichen ist:

allein zu sein!

 

Fleiss in der Schule kann abhanden kommen, es interessiert den Jugendlichen nicht – seine Befindlichkeit ist woanders.

 

Sie haben eine eigene Welt, sie teilen sie nicht mit allen, nur ausgewählten Menschen.

 

In diesem Alter werden die Eltern nicht mehr idealisiert: der Jugendliche erkennt, dass seine Eltern ganz normale Menschen sind. 🙂

 

Für die Kinder sind die eigenen Eltern immer die Grössten, egal wie sie sind. Die emotionale Abhängigkeit nimmt ab, es ist wie „ein Schleier vom Gesicht abziehen“. Sie erkennen unser „wahres Gesicht“.

 

Das Problem für Eltern ist, das es bis jetzt selbstverständlich war, dass wir für unser Kind das grösste sind- bis zur Pubertät! (hier grosses Lachen im Saal).

TIPP #1

Keine Ratschläge

Gespräche sind in Ordnung, aber keine Ratschläge erteilen. Die kommen nicht gut an und wir haben angeblich auch schwache Argumente :-)!

Die Frage ist: wer ist wichtiger, die gleichaltrigen oder die Eltern? Wer mit Jugendlichen zu tun hat, weiss hier die Antwort: ganz klar die gleichaltrigen. Es ist sehr wichtig für sie, sich zu integrieren und zu einer Gruppe zu zugehören.

TIPP #2

Verantwortung

Die Verantwortung soll bei den Kindern liegen. Wir verlieren eh jede Kontrolle- wenn sie das Haus verlassen.

 

Wir können sagen: Du bist für Dich selbst verantwortlich! Du hast die Kontrolle über Dich! Wir können dich nicht mehr beschützen (ausserhalb des Hauses).

Man kann Verbote aussprechen: „Du gehst nicht mehr hin!“

 

Aber führt so ein Verbot nicht genau zum Gegenteil?

 

Man könnte auch fragen: was wäre für dich eine gute Strategie?

 

Die Kinder kann man in diesem Alter nicht mehr beschützen, sie müssen lernen sich selber zu beschützen.

 

Wenn die emotionale Bindung abnimmt, erlebt man Liebesverlust,  sie kommen nicht gern zu Familienfeiern, zu Ausflügen…

 

Kontrollverlust: Er empfiehlt, dass man immer seine Meinung sagen muss und dann die Verantwortung beim Kind lassen soll.

 

Sie wollen wie Erwachsene behandelt werden, wie Erwachsene sein und reklamieren ihre Rechte- bei Pflichten sind sie aber wie kleine Kinder.

 

Wir als Eltern sind hier gefördert, eine gleichberechtigte Aufteilung der Aufgaben zu erreichen.

 

Willst Du mehr Rechte?

Darfst du haben!

Allerdings mit mehr Verantwortung dazu!

TIPP #3

Offenheit

Die Jugendlichen sollten wissen, dass unsere Tür immer offen ist. Wenn sie in Schwierigkeiten kommen, dann können sie sich an uns wenden .

Er betont auch die Wichtigkeit der Bezugspersonen. Sehr oft sind die neuen Bezugspersonen aber nicht die eigenen Eltern.

Die Jugendlichen brauchen erwachsene Menschen um sich, als Vorbilder oder „nur“ Bezugspersonen.

Hier sollten die Eltern nicht eifersüchtig werden.

Wir sollten akzeptieren, dass die Eltern nicht mehr die Nr. 1 sind!

Hauptsache, die Kids haben eine Bezugsperson, nicht dass wir unbedingt unseren Platz beibehalten müssen. Oder?

Unsere eigene Geschichte

Ich lebe seit 7 Jahren mit Teenies  (habe 18 und 16 jährige Töchter und einen 12Jährigen Sohn in der Pubertät, der Kleine mit 2 hat noch Zeit) und arbeite auch mit Jugendlichen in einem gemeinsamen Projekt  zusammen.

Am Anfang der Pubertät war ich nur irritiert und fragte mich, was aus meiner süssen Tochter geworden ist. Aus „heiterem Himmel“, quasi über Nacht ist sie frech, unnahbar und extrem kritisch geworden.

Wie Herr Largo erwähnte, ich erleidete auch Liebesverlust. Kontrollverlust hatte ich nie, weil ich aus der eigenen Erfahrung weiss, wie schrecklich es sich anfühlen kann, ständig mit jedem Schritt und Tritt kontrolliert zu werden und darüber Bericht zu erstatten.

Das Schönste, was ich in dieser Zeit gefunden habe, war: mir selber ein guter Freund und eine gute Mama zu werden.

Wo meine Kinder nicht da waren- und das kam immer öfters vor-  empfand ich diese Zeit der Abwesenheit nicht als schlimm oder als Mangel, sondern ich sie richtig genossen habe! Und wie!

Wenn sie wüssten, dass es mir so gut ging, wären sie lieber zu Hause geblieben:-)

Rechte und Pflichten bei uns

Die Problematik von Rechten und Pflichten haben wir am Anfang auch kurz gehabt. Weshalb nur kurz? Weil ich nämlich ein tolles „Werkzeug“ gefunden habe, was genau diesen Bereich unterstützt.

 

Das ist auch der Grundgedanke des  Teenieprojektes ( bald in unserem RichTeens Programm). Sie lernen damit mehr Rechte aber auch mehr Verantwortung zu übernehmen.  Nach 5 Jahren kann ich sagen, es funktioniert super!

 

Und das wichtigste für uns beide ist, dass es einen Rahmen, einen Leitfaden gibt.

 

Für Eltern gibt es die Sicherheit, dass man sich entspannen kann, weil man ja die Konsequenzen mitgeteilt hat und die Entscheidung letztendlich beim Teenager liegt.

 

Und für den Jugendlichen vermittelt das Teenieprojekt 2 wichtige Aspekte:

1. einen Einblick in die Zukunft : was wird dort auf mich zukommen?

2. und gibt gleichzeitig Sicherheit für die Gegenwart: was kann ich mir erlauben, wo und was noch zu erlernen habe- im Gegenzug die Freiheiten zu leben, die ich gerne haben würde.

 

Das Teenieprojekt begleitet Dich und deine Kinder von 13 bis 18 Jahren.

 

Zurück zum Vortrag:

Mit der Aussage, das wir nicht die „numero uno“ mehr sind-habe ich kein Problem, allerdings würde ich immer darauf achten, dass ich mit meinem Kind trotz aller Widrigkeiten reden kann. Kommunikation muss einfach stattfinden- verbal oder nonverbal) und ich mich um die Bedürfnisse und den „emotionalen Tank“ meiner Teenies weiterhin kümmere.

 

Kennst du auch die „emotionale Tank“- Bezeichnung? Wie tankst du deine Kinder auf?

Komm in den Club

Möchtest du das Thema Jugend und Geld mehr bearbeiten und motiviert bei der Sache bleiben,dann lade ich dich in unseren noch kostenlosen RichFamily Club ein.

 

Du findest im Club Coaching, Q&A Calls, Videos, Inspirationen, Tipps, Inputs und Ideen um deine FQ zu erhöhen, damit dein Reichtum schneller in dein Leben kommt, als wenn du es im Alleingang machst. Ausserdem findest du hier alle Infos zu unseren RichKids und RichTeens Programmen, die Dir helfen deine Kinder Fit für die Zukunft zu machen, in Finanzen und in der Persönlichkeit.

Die Autorin

Adrienn von Tóth,

ganzheitlicher Money-Coach,  Gelderziehungs Expertin, Gründerin der Richfamily, Inhaberin der RichKids, RichTeens und RichWoman Marken,  Bewusstseins Mentorin der Super ConsCious World in Deuschland und der Schweiz, Mama von 4 Kindern (Jg.99,02,05,15)

Mein Ziel ist es bewussten Unternehmer Eltern zu ihrem finanziellen Durchbruch zu begleiten, damit sie ihr Leben ändern können. Die Zukunft beginnt heute.

Bei RichFamily gebe ich dir mit meinem Mann all unsere Erfahrungen weiter, die uns geholfen haben aus einer persönlichen und finanziellen Krise auszusteigen und mir ein Leben zu ermöglichen, welches ich reich, wunderbar und glücklich empfinde. Verstehst du das Wesen des Geldes, dann lernst du dich dadurch selber verstehen.

Du tauchst in die Tiefe des Themas ein und erschaffst dir aus dieser Tiefe die Klarheit, die dir Wissen, emotionale und mentale Harmonie, Fokus, Präzision und Optimismus verleiht. Und all das natürlich deinen Geldfluss in Bewegung setzt.

Glaub mir, mit den 5 Dimensionen ist Alles möglich! Auch für Dich.

Mehr über MICH und meine eigene Story.

FinanSpirationInspirationen für Ihre persönliche und finanzielle Freiheit